Bauteiltemperierung

Bauteiltemperierung. Restaurant im Gewölbe
Bauteiltemperierung. Konservierung historischen Gemäuers.

Neben der Beheizung oder Kühlung von Räumen, wird die Wandheizung auch zur Temperierung von feuchtebelastetem Mauerwerk eingesetzt. Eine häufige Ursache für feuchtes Mauerwerk ist die Kondensation von Wasserdampf an kalten Bauteilen. Dies tritt besonders an Wärmerücken wie Fensterlaibungen, Wand- und Deckenübergängen oder Querschnittsveränderungen im Mauerwerk auf. Durch einen gezielten Wärmeeintrag an diesen Bauteilen wird Oberflächentemperatur soweit angehoben dass die Taupunkttemperatur (Temperatur bei der Wasserdampf kondensiert) überschritten wird. Damit bleibt das Bauteil dauerhaft trocken.

Altbauten, besonders historische Gebäude können auch durch Feuchtigkeit belastet sein, die von außen eindringt. Ursächlich können fehlende Horizontalsperren sein. Die Feuchtigkeit dringt in diesem Fall Kapillar über den Sockelbereich ins Mauerwerk ein. Weiterhin kann Regenwasser (Schlagregen) durch Mörtelfugen oder Fachwerk eindringen. Diese Feuchtigkeit kann durch Temperierungsleitungen ausgetrocknet werden, wobei diese Maßnahme allein nicht in jedem Fall ausreicht. Es kann erforderlich sein die Ursachen für den Feuchteeintrag zu beseitigen. In jedem Fall sollten Temperierungen nur unter fachkundiger Anleitung geplant werden.

Die Bauteiltemperierung ist eine Technik die schon seit Jahren  angewendet wird ohne dass es genauere Forschungen zu diesem Thema gibt. Wir sind seit 2011 Partner des „Europäischen Kompetenzzentrums für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege“ welches unter der Federführung des undefinedFraunhofer Institut für Bauphysik am Kloster Benediktbeuern betrieben wird. In der alten Schäfflerei des Klosters sind wir an einem Forschungsprojekt beteiligt in dem der Einfluß verschiedener Heizsysteme auf Temperatur- und Feuchteverläufe von historischem Mauerwerk untersucht wird.