Skylounge der Technischen Universität Braunschweig
Neues Raumklima mit Wandheizung, Lehm und Bodenheizung von WEM
Hoch oben auf dem Okerhochhaus der Technischen Universität Braunschweig wurde ein wenig genutzter, dunkler Computerraum zu einem hellen Raum mit Weitblick umgebaut. Mitarbeitende und Studierende des Instituts für Bauklimatik und Energie der Architektur sowie des Instituts für Entwerfen und Gebäudelehre verwandelten den Raum in ein Reallabor für nachhaltiges Bauen.
Die Ausstattung der mit Arbeitstitel "Skylounge" bezeichneten Räumlichkeit mit einer Lehm-Wandheizung zum Heizen und Kühlen, dem WEM Bodenheizungs-Trockenbausystem 30 plus Ceralanplatten und Parkett sowie einer Wärmepumpe beschert angenehme Temperierung und ein stark verbessertes Raumklima.
Das Ergebnis ist ein Ort für besondere Veranstaltungen und Meetings und zugleich ein Reallabor für nachhaltiges Bauen und innovative Gebäudetechnik.
Ein „Riesenjuwel“ auf dem Dach
Für Professorin Elisabeth Endres, Leiterin des IBEA, war der Umbau eine ganz besondere Gelegenheit: „Der Raum mit seiner Aussicht über den gesamten Campus ist ein echtes Juwel an unserer Universität.“
Tatsächlich hat sich die Wirkung des einstigen Computerlabors grundlegend verändert. Die Gestaltung ist bewusst schlicht gehalten. „Um nicht von dem lebendigen Stadtpanorama abzulenken“, so Professorin Almut Grüntuch-Ernst, Leiterin des Instituts für Entwerfen und Gebäudelehre. Der Boden wurde auf eine Höhe mit der Dachterrasse angehoben. Dadurch hat man auch im Sitzen freie Sicht auf Braunschweig. Werden die Tische an die Fensterbänke geschoben, entsteht eine durchgehende Ebene, die den Raum optisch erweitert. Außerdem wurde die alte Abhängdecke entfernt und das „Behördenlicht“ durch schwebende runde Lampen ersetzt.
Es ist eine Besonderheit, einen solchen Raum mit alter Substanz zu neuem Leben zu erwecken, und das sogar mit einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Konzept und dem Baustoff Lehm.
Die Mitarbeitenden und Studierenden übernahmen nahezu alle Gewerke selbst – von Elektroarbeiten über Heizungs- und Klimatechnik bis hin zu Tischler- und Malerarbeiten. „Alle studentischen Hilfskräfte durften mitplanen und bauen, sodass sie den gesamten Bauprozess Schritt für Schritt begleiten konnten“, berichtet Daniel Houschka. Er ist Laborleiter am Institut für Bauklimatik und Energie der Architektur (IBEA) und leitete den Umbau.
Unsichtbare Technik für nachhaltiges Raumklima
Vor dem Umbau wurde der Raum von vier großen Heizkörpern und zwei separaten Kühlaggregaten versorgt. Heute übernimmt diese Aufgabe eine kleine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe. Mit Hilfe dieser Wärmepumpe können die Flächenheiz- und Kühlsysteme im Fußboden sowie in der Wand aktiviert werden, um den Raum bedarfsgerecht zu heizen oder zu kühlen. Die Technik bleibt dabei nahezu unsichtbar. In der mit Lehm verputzten Wand zum Treppenhaus verbirgt sich beispielsweise ein wassergeführtes Klimaregister. „Dieses Wandheiz- und Kühlsystem in Kombination mit dem feuchteregulierenden Lehmputz temperiert den Raum und schafft ein gutes und behagliches Raumklima“, erklärt Daniel Houschka.
Auch der Boden wurde komplett neu aufgebaut. Auf einem Holzständerwerk ruht ein schallentkoppelter Doppelboden. Kork und Schafwolle sorgen für Schall- und Wärmeschutz. Zwischen den Konstruktionsebenen verlaufen die Leitungen für den Heiz- und Kühlkreislauf. Wärmeleitbleche verteilen die Temperatur großflächig über den Parkettboden in den Raum.
Die ganze Geschichte des gelungenen Umbaus lässt sich hier im Online-Magazin der TU Braunschweig nachlesen: https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/reallabor-mit-panoramablick/. Die obenstehenden Informationen und Textzitate wurden diesem Beitrag (mit freundlicher Genehmigung der Abt. Presse und Kommunikation der TU Braunschweig) entnommen.
Wir von WEM freuen uns besonders, dass wir immer wieder mit Universitäten und Hochschulen zusammenarbeiten, die im Rahmen von Projekten, wissenschaftlichen Untersuchungen oder Forschungsprojekten anfragen. So werden diese Baustoffe immer näher erforscht, dem Experten-Nachwuchs bekannt gemacht und können sich weiter etablieren.
Technische Universität Braunschweig | Institut für Bauklimatik und Energie der Architektur
Mühlenpfordtstr. 23, 10. OG | 38106 Braunschweig | Kontakt: Daniel Houschka |
ibea(at)tu-braunschweig.de | https://www.tu-braunschweig.de/ibea
Besten Dank an Daniel Houschka für das Management der interessanten Zusammenarbeit, sowie an Professorin Elisabeth Endres (Leiterin des Instituts für Bauklimatik und Energie der Architektur) und Professorin Almut Grüntuch-Ernst (Leiterin des Instituts für Entwerfen und Gebäudelehre) für die Berücksichtigung unserer Systeme bei der Sanierung dieses Objektes.
Ebenso danken wir Bianca Loschinsky, verantwortlich für Presse und Kommunikation an der TU Braunschweig, für die freundliche Genehmigung, den Beitrag aus dem TU-Magazin inkl. der Fotos als Quelle zu verwenden.










